Dem Modellprojekt lag ein ganzheitliches, mehrstufiges Verfahren zugrunde. In einem Wettbewerb, der in Rheinland-Pfalz ausgeschrieben wurde, waren Unternehmen und Institutionen aufgerufen, sich mit ihren bisherigen Personalmaßnahmen und -konzepten sowie ihren Ideen für eine lebensphasenorientierte Personalpolitik zu bewerben.

Vorgehensweise und Meilensteine

Aus den eingehenden Bewerbungen wurden Modellbetriebe durch eine unabhängige Jury ausgewählt. Diese Betriebe wurden im Projektverlauf bei der Umsetzung „ihrer" lebensphasenorientierten Personalpolitik unterstützt und wissenschaftlich begleitet. Dies erfolgte durch erfahrene Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter, die in Bezug auf die lebensphasenorientierte Personalpolitik geschult wurden und dann mit dem Konzept vertraut waren. Der Prozess der Implementierung und Umsetzung der lebensphasenorientierten Personalpolitik in den ausgewählten Betrieben wurde wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse wurden evaluiert und dokumentiert.

Die Best-Practice-Betriebe können sowohl für sich selbst als auch für den Standort Rheinland-Pfalz werben – auch über die Grenzen des Bundeslandes hinaus. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wurden regionale Veranstaltungen durchgeführt, in deren Mittelpunkt die Best-Practices, Erfahrungen und Erkenntnisse für eine praxisnahe Implementierung sowie die Übertragbarkeit in andere Unternehmen und Institutionen standen.

Projektpartner

Das Modellprojekt „Strategie für die Zukunft – Lebensphasenorientierte Personalpolitik" wurde getragen vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung und der Europäischen Union.

Umgesetzt wurde das Projekt vom Institut für Beschäftigung und Employability IBE an der Hochschule Ludwigshafen unter Leitung von Prof. Dr. Jutta Rump.



11 Betriebe aus Rheinland-Pfalz, die von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden, sowie das Ministerium selbst nahmen als Modellbetriebe teil.



Ihnen standen qualifizierte Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter auf ihrem Weg zur lebensphasenorientierten Unternehmens- und Personalpolitik zur Seite.



Unterstützt wurde das Modellprojekt darüber hinaus von Kammern, Verbänden, Wirtschaftsjunioren, Gewerkschaften, Weiterbildungsinstitutionen und Kommunen.

Wettbewerb und Jury

Unternehmen aus Rheinland-Pfalz waren Anfang des Jahres 2009 aufgerufen, sich mit ihren bisherigen Personalmaßnahmen und -konzepten sowie ihren Ideen für eine zukunftsfähige Unternehmens- und Personalpolitik einem Wettbewerb zu stellen.

Anhand vorab definierter Kriterien wählte eine unabhängige Jury aus zahleichen Bewerbern die Modellbetriebe aus. Die Besetzung der Jury im Rahmen des Unternehmenswettbewerbs „Strategie für die Zukunft – Lebensphasenorientierte Personalpolitik" spiegelte unterschiedliche Institutionen, die in Rheinland-Pfalz eine wichtige Rolle spielen, wider:

IHK Pfalz (Jury-Vorsitz)

Hauptgeschäftsführer
Dr. Rüdiger Beyer

IHK Pfalz, 

Ludwigsplatz 2-4

67059 Ludwigshafen



DGB Bezirk West / Rheinland-Pfalz

Birgit Groß

Fachbereichsleiterin Sozialpolitik/Frauen- und Gleichstellung

Kaiserstr. 26-30

55116 Mainz



Progroup AG

Vorstandsvorsitzender
Jürgen Heindl

Horstring 12

76829 Landau



Handwerkskammer Pfalz

Hauptgeschäftsführer
Ralf Hellrich

Am Kaiserhof 15

67655 Kaiserslautern



Industrieverbände Neustadt an der Weinstrasse

Dipl.-Volkswirt Felix Mayer

Friedrich-Ebert-Str. 11

67433 Neustadt/Weinstrasse



Fachhochschule Mainz

Prof. Dr. Susanne Rank

Lucy-Hillebrand-Str. 2

55128 Mainz



Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft
und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz

Dr. Dirk Seifert

Stiftstr. 9

55116 Mainz



Wirtschaftsjunioren Rheinland-Pfalz

Robert Claussen

Bleichstr. 25


55543 Bad Kreuznach

Diese ausgewählten Betriebe konnten im Rahmen des Modellprojektes „Strategie für die Zukunft – Lebensphasenorientierte Personalpolitik" mit qualifizierter Unterstützung durch das Institut für Beschäftigung und Employability IBE sowie speziell ausgebildete Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter ihre Unternehmens- und Personalpolitik für zwei Jahre auf deren Zukunftsfähigkeit hin prüfen.